Mein neues Projekt:


Mein neues Projekt:


Uns geht es gut.
Der Schnee ist fast ganz weg. Ich kann mit Bijou wieder spazieren gehen. Die Schildkröte ist beim Aufwachen. Die Vögel zwitschern schüchtern Frühlingslieder. Der Frühling ist nicht weit.
Die Antwortfunktion der älteren Beiträge wird automatisch gesperrt. So eingestellt momentan, da ich in einer einzigen Nacht 500 (!) Spam Antworten hatte.
Ich nähe fleißig nebenbei, in der Nacht. Hier ein paar Einblicke:


Wirklich Neues gibt es nicht, das ich berichten könnte. Das Leben geht weiter, Tag für Tag. Routine ohne Höhepunkte. Ich bin zufrieden , wie es ist. So kann es bleiben.
Habt ihr das Neueste gehört? hier und hier zum sehen und lesen. Sogenannte Wachkoma-Patienten sind doch nicht bewusstlos!
Sind wir jetzt rehabilitiert, wir Mütter/Angehörige , die das immer gesagt haben? Werden unsere Beobachtungen ab jetzt ernst genommen? Werden unsere Lieben menschlicher behandelt?
Um 0 Uhr 30 bin ich heute Nacht schlaffen gegangen. Um 2 Uhr 30 einmal aufgestanden und nach Theo geschaut. Um 6 Uhr noch mal, zwischendurch hatte der Vater nachgeschaut. Um 6h45 läutete der Wecker. Eigentlich läutet er nicht. Eine weibliche Stimme sagt: Guten Morgen, es ist sechs Uhr fünfundvierzig.
Aufstehen. Theo war schon wach. Licht bei ihm gemacht, Radio an. Runter zum Kaffee trinken und im Internet schauen. Wieder rauf. Den vom Vater vorbereiteten Tee mit Milch und das Medikament Theo verabreicht. Schnell duschen und anziehen. 7h30 ist die Assistentin da. Sie zieht Theo an, ich bereite sein Frühstück. Wir setzen zusammen Theo in seinem Rollstuhl, Assistentin fährt mit ihm runter ins Wohnzimmer. Sie verabreicht ihm das Frühstück. Inzwischen kann ich die Küche aufräumen, eine Wäsche in der Maschine schmeissen.
9 Uhr: die Physiotherapeutin kommt. Theo wird rauf gebracht und auf die Turn-Matte gelegt. Assistentin hängt Wäsche vom Vortag auf, leert den Mist und geht.
10 Uhr: die Physiotherapie ist fertig. Ich fahre mit Theo im Rollstuhl runter im Wohnzimmer , gebe ihm ein wenig Kampo-Tee und schliesse ihn an den Elektrotherapie. Sie dauert eine halbe Stunde. Inzwischen koche ich sein Essen für Mittag, Theo nicht aus den Augen lassend.
Nochmals Tee verabreichen, dann wird Theo an das Fahrrad angeschnallt. Er radelt, das heißt, die Maschine bewegt seine Füße. Dann nochmals Tee und rauf im Zimmer. Hinlegen aufs Bett und das Mieder ausgezogen, das schon zwickt.
Heute ist der Vater zu Hause geblieben. Er ist krank. Also liest er ihm jetzt vor, während ich dies hier schreibe. Ich püriere gleich das Essen und werde Theo im Bett “füttern”.
Danach mache ich Ei mit Speck für uns Eltern und dann ist für alle Siesta angesagt.
Fertig und verschenkt:

Aus Resten zusammengenäht.
Nach Monaten der Nähpause wird wieder entworfen und genäht. Hier eine kleine Schmusepuppe:

Das da hier ist keine Puppe
:


Mein neues Patchwork-Projekt mit Stoffresten, alte Hemden, Pyjama u.a , zugeschnitten und in Arbeit:


Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei und der Alltag voll im Gang.
Die Assistenten kommen wieder in der Früh Theo anziehen, ihm das Frühstück verabreichen und ein wenig im Haushalt helfen. Die Therapeuten kommen wieder, Theo ist am Vormittag beschäftigt. Viel Schnee liegt vor der Tür und es ist kalt.
Der Zahnarzt muss kommen, Termin muss ausgemacht werden. Ende nächste Woche kommt eine Kinesiologin. Wir lassen uns überraschen.
Kontakt habe ich zu pflegende Angehörige, sie werden mich besuchen, damit wir uns kennen lernen.
Hier ein Foto von Theo mit Elektroden. Zwei mal am Tag soll er für eine halbe Stunde angeschlossen werden.

Da kann´s Krach geben, mir wurscht

Frohes Neues Jahr !

