Archiv für den Monat Dezember 2009

Dies ist das Tagebuch zur Homepage HOMING . Theo´s Tagebuch und wie wir unser Tag in der Familie verbringen. “Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Die Folgen Koma, sog.Wachkoma und langsames Aufwachen. Lebensqualität zu Hause am Beispiel von Theo”

Prosit Neujahr!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Da kann´s Krach geben, mir wurscht

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Frohes Neues Jahr !

Wach-, Therapie-, Begleit-, Schmusehund

Mittwoch, 30. Dezember 2009

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Das Jahr

Dienstag, 29. Dezember 2009

Kann ich das Jahr zusammenfassen? Ich muss lange überlegen. Richtig Neues, Wichtiges gab es ja nicht.

- Eine neue persönliche Assistentin hat bei uns angefangen.

- Der erste Assistent, den ich besonders vertraute, hat im Sommer aufgehört bei uns zu arbeiten.

- Mein Ärger mit der Bank von Theo: erst mit Hilfe eines Anwaltes und des Gerichts wurde mein Recht durchgesetzt. Überhaupt geht mir die Institution Bank sehr auf die Nerven. Wie und wieviel sie mit Mündelgelder verdienen ist einfach ein Skandal.

- Wir haben mit Elektrotherapie auf Theos Arme begonnen.

- Theo kann seine Stimme immer öfter zum rufen benutzen (ein Tarzan-Schrei).

- Tränen rinnen wenn er Schmerzen hat.

- Meine Tochter ist ins Ausland zum Arbeiten und Ausbildung.

- Der studierende Sohn ist in der Wohnung seiner Schwester übersiedelt. Jetzt sind wir nur mehr zu dritt mit Theo. Wenn die Tochter hier ist, dann schläft sie bei uns.

- Ein Hund ist eingezogen :-)

Feiertage, Familientage

Freitag, 25. Dezember 2009

FROHE WEIHNACHTEN!

Weihnachtsbaum, rote Bänder, Strohsterne, Bienenwachskerzen, Bäckerei, Truthahn, stille Zeit, faule Zeit, viel Familie, Bücher, Musik, Fernsehen, Gespräche, Sturm und Regen bei 15 Grad plus…..

Therapiepause für Theo bis 7. Jänner. Keine Therapeuten, keine Assistenten. Nur Familie und ein wenig anderer Rhythmus.

Schön.


Buch: Du stirbst nicht

Freitag, 11. Dezember 2009

Kathrin Schmidt “Du stirbst nicht” . Autobiographisch fundierter Roman über eine Frau, die eine Hirnblutung erleidet. Sehr nachvollziehbar ihre Wahrnehmungen beim Aufwachen, die “Insel-Bewusstsein” , das Erkennen der Lähmung, die Suche nach Erinnerungen, der Verlust der Sprache, das Zurückziehen in sich, die Müdigkeit, das Ausschweifen der Gedanken, der langsame Weg zurück, die Akzeptanz des neuen Lebens….

Ich lese es gerade. Es ist faszinierend, manchmal mühsam,  aber auf jeden Fall authentisch.

Auf Sparflamme

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Drei Stunden Schlaf sind eindeutig zu wenig. Ich bin sehr müde und deswegen auch grantig.

Heute ist kein Assistent da. Theo musste im Bett frühstücken. Gut, dass der Masseur hier ist und ihn durchbewegt. Danach wird er im Bett essen müssen. Ich bin zu müde, um ihn im Rollstuhl zu setzen, runterfahren, wieder rauf und wieder vom Rollstuhl ins Bett.Bis der Qi-Gong Meister kommt muss ich noch durchhalten. Dann kann ich mich hinlegen und den Schlaf nachholen. Pilates-Training werde ich absagen heute.

Ich gehe mal Streichhölzer für die Augenlieder suchen.

Die Rede

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Unser Bundeskanzler hat eine Rede gehalten. Eine große Rede zum einjährigen Geburtstag der neuen Regierung.

Unter anderem hat er über die Pflege geredet. Er möchte ein paar zehntausende Arbeitsplätze verschaffen. Und deswegen sieht er als seine Aufgabe von der Geldleistung zur Sachleistung zu kommen. Diese Berufe finanzieren sich am besten, sagte er, wenn es neue stationäre Einrichtungen sowie mobile Dienste geschaffen werden. Dafür muss von der Geldleistung zur Sachleistung kommen.

Das heißt, das Wichtigste sind die Arbeitsplätze.

Der Samariterbund freut sich darüber. “Nur so können wir österreichweite Qualitätsstandards garantieren”.

Das heißt, kein Pflegegeld mehr, dafür Pflegeheim oder mobile Dienste eines Anbieters. Dies wird als Qualität verstanden.

Also, das was ich seit bald 15 Jahre mache ist keine Qualität.

Das ist ein Schlag im Gesicht.

Oder seht ihr das anders?