Archiv für die Kategorie ‘Homing Journal’

Dies ist das Tagebuch zur Homepage HOMING . Theo´s Tagebuch und wie wir unser Tag in der Familie verbringen. “Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Die Folgen Koma, sog.Wachkoma und langsames Aufwachen. Lebensqualität zu Hause am Beispiel von Theo”

Es geht uns gut

Dienstag, 23. Februar 2010

Uns geht es gut.

Der Schnee ist fast ganz weg. Ich kann mit Bijou wieder spazieren gehen. Die Schildkröte ist beim Aufwachen. Die Vögel zwitschern schüchtern Frühlingslieder. Der Frühling ist nicht weit.

Die Antwortfunktion der älteren Beiträge wird automatisch gesperrt. So eingestellt momentan, da ich in einer einzigen Nacht 500 (!) Spam Antworten hatte.

Ich nähe fleißig nebenbei, in der Nacht. Hier ein paar Einblicke:

DEBL

DEROU2

Wirklich Neues gibt es nicht, das ich berichten könnte. Das Leben geht weiter, Tag für Tag. Routine ohne Höhepunkte. Ich bin zufrieden , wie es ist. So kann es bleiben.

und sie sind doch wach!

Samstag, 06. Februar 2010

Habt ihr das Neueste gehört? hier und hier zum sehen und lesen. Sogenannte Wachkoma-Patienten sind doch nicht bewusstlos!

Sind wir jetzt rehabilitiert, wir Mütter/Angehörige , die das immer gesagt haben? Werden unsere Beobachtungen ab jetzt ernst genommen? Werden unsere Lieben menschlicher behandelt?

Zwölf Stunden Alltag

Dienstag, 02. Februar 2010

Um 0 Uhr 30 bin ich heute Nacht schlaffen gegangen. Um 2 Uhr 30 einmal aufgestanden und nach Theo geschaut. Um 6 Uhr noch mal, zwischendurch hatte der Vater nachgeschaut. Um 6h45 läutete der Wecker. Eigentlich läutet er nicht. Eine weibliche Stimme sagt: Guten Morgen, es ist sechs Uhr fünfundvierzig.

Aufstehen. Theo war schon wach. Licht bei ihm gemacht, Radio an. Runter zum Kaffee trinken und im Internet schauen. Wieder rauf. Den vom Vater vorbereiteten Tee mit Milch und das Medikament Theo verabreicht. Schnell duschen und anziehen. 7h30 ist die Assistentin da. Sie zieht Theo an, ich bereite sein Frühstück. Wir setzen zusammen Theo in seinem Rollstuhl, Assistentin fährt mit ihm runter ins Wohnzimmer. Sie verabreicht ihm das Frühstück. Inzwischen kann ich die Küche aufräumen, eine Wäsche in der Maschine schmeissen.

9 Uhr: die Physiotherapeutin kommt. Theo wird rauf gebracht und auf die Turn-Matte gelegt. Assistentin hängt Wäsche vom Vortag auf, leert den Mist und geht.

10 Uhr: die Physiotherapie ist fertig. Ich fahre mit Theo im Rollstuhl runter im Wohnzimmer , gebe ihm ein wenig Kampo-Tee und schliesse ihn an den Elektrotherapie. Sie dauert eine halbe Stunde. Inzwischen koche ich sein Essen für Mittag, Theo nicht aus den Augen lassend.

Nochmals Tee verabreichen, dann wird Theo an das Fahrrad angeschnallt. Er radelt, das heißt, die Maschine bewegt seine Füße. Dann nochmals Tee und rauf im Zimmer. Hinlegen aufs Bett und das Mieder ausgezogen, das schon zwickt.

Heute ist der Vater zu Hause geblieben. Er ist krank. Also liest er ihm jetzt vor, während ich dies hier schreibe. Ich püriere gleich das Essen und werde Theo im Bett “füttern”.

Danach mache ich Ei mit Speck für uns Eltern und dann ist für alle Siesta angesagt.

Zweitausendzehn hat angefangen

Montag, 11. Januar 2010

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei und der Alltag voll im Gang.

Die Assistenten kommen wieder in der Früh Theo anziehen, ihm das Frühstück verabreichen und ein wenig im Haushalt helfen. Die Therapeuten kommen wieder, Theo ist am Vormittag beschäftigt. Viel Schnee liegt vor der Tür und es ist kalt.

Der Zahnarzt muss kommen, Termin muss ausgemacht werden. Ende nächste Woche kommt eine Kinesiologin. Wir lassen uns überraschen.

Kontakt habe ich zu pflegende Angehörige, sie werden mich besuchen, damit wir uns kennen lernen.

Hier ein Foto von Theo mit Elektroden. Zwei mal am Tag soll er für eine halbe Stunde angeschlossen werden.

elektro

Prosit Neujahr!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Da kann´s Krach geben, mir wurscht

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Frohes Neues Jahr !

Wach-, Therapie-, Begleit-, Schmusehund

Mittwoch, 30. Dezember 2009

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Das Jahr

Dienstag, 29. Dezember 2009

Kann ich das Jahr zusammenfassen? Ich muss lange überlegen. Richtig Neues, Wichtiges gab es ja nicht.

- Eine neue persönliche Assistentin hat bei uns angefangen.

- Der erste Assistent, den ich besonders vertraute, hat im Sommer aufgehört bei uns zu arbeiten.

- Mein Ärger mit der Bank von Theo: erst mit Hilfe eines Anwaltes und des Gerichts wurde mein Recht durchgesetzt. Überhaupt geht mir die Institution Bank sehr auf die Nerven. Wie und wieviel sie mit Mündelgelder verdienen ist einfach ein Skandal.

- Wir haben mit Elektrotherapie auf Theos Arme begonnen.

- Theo kann seine Stimme immer öfter zum rufen benutzen (ein Tarzan-Schrei).

- Tränen rinnen wenn er Schmerzen hat.

- Meine Tochter ist ins Ausland zum Arbeiten und Ausbildung.

- Der studierende Sohn ist in der Wohnung seiner Schwester übersiedelt. Jetzt sind wir nur mehr zu dritt mit Theo. Wenn die Tochter hier ist, dann schläft sie bei uns.

- Ein Hund ist eingezogen :-)

Feiertage, Familientage

Freitag, 25. Dezember 2009

FROHE WEIHNACHTEN!

Weihnachtsbaum, rote Bänder, Strohsterne, Bienenwachskerzen, Bäckerei, Truthahn, stille Zeit, faule Zeit, viel Familie, Bücher, Musik, Fernsehen, Gespräche, Sturm und Regen bei 15 Grad plus…..

Therapiepause für Theo bis 7. Jänner. Keine Therapeuten, keine Assistenten. Nur Familie und ein wenig anderer Rhythmus.

Schön.


Buch: Du stirbst nicht

Freitag, 11. Dezember 2009

Kathrin Schmidt “Du stirbst nicht” . Autobiographisch fundierter Roman über eine Frau, die eine Hirnblutung erleidet. Sehr nachvollziehbar ihre Wahrnehmungen beim Aufwachen, die “Insel-Bewusstsein” , das Erkennen der Lähmung, die Suche nach Erinnerungen, der Verlust der Sprache, das Zurückziehen in sich, die Müdigkeit, das Ausschweifen der Gedanken, der langsame Weg zurück, die Akzeptanz des neuen Lebens….

Ich lese es gerade. Es ist faszinierend, manchmal mühsam,  aber auf jeden Fall authentisch.

Auf Sparflamme

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Drei Stunden Schlaf sind eindeutig zu wenig. Ich bin sehr müde und deswegen auch grantig.

Heute ist kein Assistent da. Theo musste im Bett frühstücken. Gut, dass der Masseur hier ist und ihn durchbewegt. Danach wird er im Bett essen müssen. Ich bin zu müde, um ihn im Rollstuhl zu setzen, runterfahren, wieder rauf und wieder vom Rollstuhl ins Bett.Bis der Qi-Gong Meister kommt muss ich noch durchhalten. Dann kann ich mich hinlegen und den Schlaf nachholen. Pilates-Training werde ich absagen heute.

Ich gehe mal Streichhölzer für die Augenlieder suchen.