Mit ‘Persönliches’ getaggte Artikel

Dies ist das Tagebuch zur Homepage HOMING . Theo´s Tagebuch und wie wir unser Tag in der Familie verbringen. “Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Die Folgen Koma, sog.Wachkoma und langsames Aufwachen. Lebensqualität zu Hause am Beispiel von Theo”

Der Brief

Donnerstag, 19. November 2009

Die Antwort meines Briefes(  >hier< schreibe ich darüber)  kam gestern.

Erst einmal, ich habe mich riesig gefreut. Das ist sowas schönes von einer “alten” Freundin zu hören!

Ihre Betroffene-Geschichte:

Ihre Tochter, 2. Kind, ist im Alter von 15 Monaten, beim Spielen mit ihrem Bruder gefallen und hat sich den Kopf an einem niedrigen Tisch angeschlagen. Sie hat schrill geschrieen und geweint und dabei den Atem angehalten. Das gibt es, das ist, was man Schreikrampf mit Atemstillstand nennt. Die Folge: Reanimation, Intensivstation, Koma…. Sie ist schwerstbehindert, ungefähr so wie Theo. Heute ist sie 37 Jahre alt. Damals, sind sie mit ihr nach Amerika und Italien gefahren, um die Methode “Doman Delacato” zu erlernen. Um diese Bewegungen mit dem Kind durchzuführen braucht man je nach Größe des Patienten 3-5 Personen. Mehrmals am Tag sollen diese rhythmische Übungen gemacht werden. C. organisierte Ehrenamtliche in der Nachbarschaft. Diese Therapie hat sie 7 Jahren lang gemacht. “Ich will nicht sagen, dass unsere Bemühungen umsonst waren, aber sie hat keine große Fortschritte gemacht” schreibt sie.

Ich habe vor Jahren darüber gelesen, viel gelesen, Bücher besorgt. Ähnliche Übungen haben wir sporadisch mit Theo gemacht.

C. schreibt nicht ausschließlich über ihre Tochter. Sie schreibt viel mehr über die ganze Familie, ihre Kinder, ihre Enkelkinder, ihre Arbeit , ihr Leben. Fröhlich und ohne Groll.

Das tut gut, das zu lesen. Keine Anklage, kein Jammern über das Schicksal, kein Selbstmitleid, keine Rede von Überlastung und kein Meckern über die Politik und das Gesundheitssystem.  Es gibt sie nämlich die, die mit ihrem Leben trotz Schicksalsschlag zurecht kommen, die, die sich über die Pflege ihres Kindes nicht beschweren.

Wenn jemand etwas sucht…

Montag, 16. November 2009

…. und nicht findet, im Körbchen von Bijou schauen. ;-) Er trägt alles, was er findet in seinem Körbchen. Jedes Herbstblatt vom Garten :-)

Die ganze Nacht hat er brav neben meinem Bett geschlafen, keinen Muckser habe ich gehört und das Zimmer ist trocken!!!

Ich liebe diesen Hund.

unerwünscht

Mittwoch, 04. November 2009

Ich habe gerade 86 (!!!) Spam-Kommentare, die heute Nacht gemacht wurden gelöscht.

Tja

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Drei Wochen ging es sehr gut. Theo war gut drauf, nicht so müde, am Abend länger wach. Seit 2 Tagen ist es damit vorbei. Mitten in der Therapie schläft er ein und am Abend ist er kaum mehr wach zu halten. Tja, wir kennen ja solche Tage.

Vielleicht ist er verkühlt? Der Vater kränkelt und hat heute den Tag im Bett verbracht und in meinem Hals kratzt es auch.

Meine Küche ist noch immer nicht fertig. Ich habe ja kaum Hilfe dafür und Zeit auch nicht. Morgen kommt mein Großerlanger und wenn ich ganz lieb bin, montiert er die Tür des Kühlschranks. Vielleicht. Vorbereitet ist sie, hoffentlich richtig gemessen. Dann bleibt noch eine Kastentür und der Geschirrspüler-Front. Und auch die Blenden. Sägen habe ich versucht, kann ich nicht, müssen die Buben übernehmen.

Und morgen in der Nacht kommt meine Lieblingstochter ;-)

Reden wir vom Wetter

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Es ist bääh. Es ist brrr. Es ist finster. Es ist kalt. Viel zu schnell und viel zu sehr. Es regnet gemischt mit ein paar Flocken Schnee.

Und selbstverständlich ist mein Garten nicht winterfest. Die Polster draußen, der Schlauch draußen, der Olivenbaum nicht eingepackt und die Frühlingsblumenzwiebel nicht eingesetzt.

für Isa

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Besser so? ;-)

Zufälle und Schicksale

Mittwoch, 23. September 2009

In Mai hatte ich es erwähnt. Ich hatte mal eine sehr gute Freundin, die ich komplett aus den Augen verloren habe. Obwohl ich sie gesucht habe, herumgefragt habe, fand ich sie nicht mehr. Bis vor kurzem.

Im “Gesicht-Buch” las ich den Namen ihrer Schwester. Schnell kontaktiert, und wirklich, sie ist es. Sie erzählte mir, nachdem ich ihr schrieb, was mit Theo passiert ist, ich muss unbedingt meiner Freundin schreiben. Auch sie hat ein Kind, das nach einem Unfall schwerstbehindert ist.

Gibt es sowas? Wir waren eine Zeitlang unzertrennlich, man nannte uns die Zwillinge. Und heute nach ca 40 Jahren erfahre ich, sie hat ungefähr den selben Schicksal erlitten wie ich. Unglaublich sowas!

Heute habe ich den Brief geschrieben, mit dem ich seit 3 Wochen schwanger bin. Das war nicht leicht und hat Überwindung gekostet. Jetzt steckt er in einem Kuvert und bald ist er auf dem Weg nach Belgien. Ich hoffe, sie antwortet mir, ich hoffe, wir können den Kontakt wieder beleben.

Ein Film

Sonntag, 20. September 2009

Theo ist im Bett. Die Infrarotkabine heizt, ich gehe gleich schwitzen. Danach schaue ich einen Film, auf dem ich sehr lange neugierig bin. Ich habe ihn gestern geschenkt bekommen, bestellt eigentlich bei einem Freund aus Frankreich. “Tout est pardonné” von Mia Hansen-Love. Ein ganz besonderen Film für mich aus persönlichen Gründen. Ich bin neugierig.

Ich sonntage. Und ihr?

Sonntag, 20. September 2009

Ich bin erst um 8 Uhr aufgewacht. Na ja, dazwischen um 1h30, 3h, 4h30 und eingeschlafen bin ich um 24h15.

Das Nordic-Walking habe ich geschwänzt. Mag ich nicht heute, übrigens war ich am Mittwoch auch nicht.

Theo, mein Held, war lange wach. Er bekam sein Tee im Bett mit Medikament gegen Zuckerei. Katzenwäsche mit Gesichtspflege, angezogen, im Rollstuhl, runter im Wohnzimmer, Frühstück gab es vom Vater, unterbrochen, weil Verdauung in Anmarsch, hinlegen auf´s Sofa, ausziehen, wieder anziehen. Schnaufen.

Die Schildkröte ist in der Herbst-Kiste im Haus. Da isst sie wieder. Ich fange an, den Garten für den Winter vorzubereiten. Ein paar Töpfe mit Pflanzen müssen rein. Sie wurden geduscht und trocknen in der Sonne, damit ich sie später von den Söhnen reintragen lasse. Es ist Sonntag, sie kommen die Söhne. Mit Freundin. Eine sicher, die andere vielleicht.

Ich werde weiter an meiner Küche basteln. Schrauben fehlen, andere gehen nicht runter von den alten Fronten. Der Mann kocht; Henderl im Rohr gibt es mit Bulghur.

Die Nachbarskinder gehen mir auf die Nerven. Sie lassen Plastikflaschen in meinen Blumentöpfe liegen. Auch Zuckerl- und Eispapier. “Ich war´s nicht” kommt dann als Antwort.

Der Witwe von nebenan macht gerade Freddy Quinn nach. Mit Verstärker und offenen Fenstern. Er singt so falsch aber mit so viel Herz, dass ich ihn das gönne.

Es ist Sonntag.

Buchempfehlung

Samstag, 19. September 2009

“Die Asche meiner Mutter”.

Anfangs ein wenig verwirrend wegen der Sprache, des Stils. Ich war aber fasziniert, wie er erzählt, was er erzählt. Es ist gar nicht lange her, diese unglaubliche Armut. Schlimm die Abwertung, die Intoleranz gegenüber Menschen anderer Glaubensrichtung, obwohl diese Menschen vom selben Volk sind und alle Christen. Ergreifend diese Kindheit und wie man sein Ziel, seine Träume trotz allem erreicht.

Den Titel aber habe ich nicht verstanden. Die Mutter lebt ja am Ende des Buches.