Um 0 Uhr 30 bin ich heute Nacht schlaffen gegangen. Um 2 Uhr 30 einmal aufgestanden und nach Theo geschaut. Um 6 Uhr noch mal, zwischendurch hatte der Vater nachgeschaut. Um 6h45 läutete der Wecker. Eigentlich läutet er nicht. Eine weibliche Stimme sagt: Guten Morgen, es ist sechs Uhr fünfundvierzig.
Aufstehen. Theo war schon wach. Licht bei ihm gemacht, Radio an. Runter zum Kaffee trinken und im Internet schauen. Wieder rauf. Den vom Vater vorbereiteten Tee mit Milch und das Medikament Theo verabreicht. Schnell duschen und anziehen. 7h30 ist die Assistentin da. Sie zieht Theo an, ich bereite sein Frühstück. Wir setzen zusammen Theo in seinem Rollstuhl, Assistentin fährt mit ihm runter ins Wohnzimmer. Sie verabreicht ihm das Frühstück. Inzwischen kann ich die Küche aufräumen, eine Wäsche in der Maschine schmeissen.
9 Uhr: die Physiotherapeutin kommt. Theo wird rauf gebracht und auf die Turn-Matte gelegt. Assistentin hängt Wäsche vom Vortag auf, leert den Mist und geht.
10 Uhr: die Physiotherapie ist fertig. Ich fahre mit Theo im Rollstuhl runter im Wohnzimmer , gebe ihm ein wenig Kampo-Tee und schliesse ihn an den Elektrotherapie. Sie dauert eine halbe Stunde. Inzwischen koche ich sein Essen für Mittag, Theo nicht aus den Augen lassend.
Nochmals Tee verabreichen, dann wird Theo an das Fahrrad angeschnallt. Er radelt, das heißt, die Maschine bewegt seine Füße. Dann nochmals Tee und rauf im Zimmer. Hinlegen aufs Bett und das Mieder ausgezogen, das schon zwickt.
Heute ist der Vater zu Hause geblieben. Er ist krank. Also liest er ihm jetzt vor, während ich dies hier schreibe. Ich püriere gleich das Essen und werde Theo im Bett “füttern”.
Danach mache ich Ei mit Speck für uns Eltern und dann ist für alle Siesta angesagt.
Tags: Alltag, Schädel-Hirn-Trauma, sog. "Wachkoma", Therapie
Oja, das ist eine Menge Arbeit: Ganz so spät gehe ich nicht ins Bett, aber in der Nacht gucke ich auch desöfteren in die Zimmer der Junioren und drehe sie ,wenn nötig, um.
Herzliche Grüße
Petra
hallo neni,
..dazwischen anfangen zu kochen, dann ist Shiatsu um 10.30 fertig, Renate auf die Toilette, Trinken geben, Katze versorgen..legt mir Maus vor die Tür..loben!..der Briefträger will eine Unterschrift…dann kommt Sohn überraschend heim..unendlicher Stau, also kehrt er um und arbeitet daheim.Das ist sehr gut,denn so kann er mir helfen Renate ins Bett zu heben,denn die HKP steckt irgendwo im Schnee..kommt gar nicht mehr..und ich kann sie alleine nicht raufheben…Logo um 11.30 fällt aus..ist krank…also muss ich das auch selber machen.Renate essen geben,Dafür kocht Sohn Spaghetti…wieder Schnee schaufeln,sonst kommen wir nicht mehr raus…14.00 kommt Mann heim, essen,dann Renate ins Wohnzimmer in den Rollstuhl.Medikament nicht vergessen!..Stehübung,dann wieder Trinken..aus dem Glas geht es heute nicht so schnell…hustet dabei..dazwischen Waschmaschine, Fußböden fertigwischen….Kellerstiege saugen und wischen..Flaschen machten sich selbstständig und verteilten die Scherben gleichmäßig …
das kommt mir bekannt vor.
Heute war bei mir nach 5 Stunden Schlaf auch schon um 6h Tagwache..Vater muss um 6.30 zum Zug in die Stadt..es schneite 30cm!!während der Nacht zu dem Haufen von den letzten Tagen dazu.Also zuerst mal die Garagenausfahrt freimachen…
Halb sieben bekommt Renate ihr Keppra,dann Toilette setzen, waschen, anziehen, frühstücken, um 8.30 soll sie auf der Matte liegen für die Shiatsu. “Gleichzeitig” muss /soll ich dann mich irgendwie anziehen, Schneeschaufeln, Mülltonne zur Strasse bringen (130m!!) bei dem Schnee…dann sagt die Haushaltshilfe ab…also kann ich die ganze Palette selber putzen..dann kommt auch noch der Rauchfangkehrer und zieht seine Spur vom Dachboden bis in den Keller,zum Glück habe ich da noch nicht gewischt…der Schneepflugfahrer,bekommt ein Bier, dafür schiebt er mir eine “Strasse” den Berg hinab,damit wieder Platz für neuen ist
Vater räumt inzwischen mit dem Traktor den Parkplatz,schaufelt den Rest Weg frei
Um 17.00 muss ich zur Cranio…2.Sohn kommt,holt sich die Therapeutenrechnungen…Sachwalterschaftsabrechnung ist für das Gericht fertigzumachen…1 dicker Ordner!…
Telefon bimmelt dauernd..ich wünsch mir eine Sekretärin!..
Renate nochmals auf die Toilette d.h.vom Rollstuhl insBett und dann auf den Stuhl>ins Bad und alles wieder retour noch Essen für sie vorbereiten
17-19 bin ICH in Therapie und einkaufen…das Fahren auf der Straße ist “spannend”…ohne Gegenverkehr gehts, sonst steht´s!…
Inzwischen radelt Renate mit Vater 50Minuten am Motomed und bekommt Abendessen,
wieder daheim gehts in die Badewanne mit ihr und ab ins Bett um 21.Uhr.Sie ist müde. Sie hustet.> Toilette(Schüssel)
Dann mache ich uns noch Tee,schaue ins Internet,jede Menge Mails…Küche in Ordnung bringen,Katze will hinaus!..ein wenig Fernsehmitschauen…22.30 Keppra,Zähneputzen…Gute Nacht!
PC abschalten,vorher noch in Foren schauen und auch bei “neni”,was gibt es neues?..
Und jetzt wartet auf mich nach dem Badezimmer und Buch auch bald das Bett
Multitasking nennt man den ganz normalen Alltag der Frauen!
Morgen kommen nur Logo Vormittag und Nachmittag Kinesiologin,da müssen wir genug Wasser trinken,sonst funktioniert der Muskeltest nicht und abends gehts (fährts)zum Angehörigentreffen in 60km Entfernung.Dafür kommt die Schwester der HKP und übernimmt das 1.mal Renate bis wir wieder heimkommen.Ich hoffe,das funktioniert jetzt dann endlich mit ihr, damit wir auch wieder einmal gemeinsam unbesorgt etwas unternehmen können.
Liebe Grüße
Hilde
Hilde, ich bin außer Atem in aller Früh vom Lesen deines Tages
Petra , Du hast die doppelte Belastung und Sorge.
Und wie nennt man unsere Beschäftigung offiziell? ja genau: Haushalt.
Auf uns meine Damen! Prost mit Kaffee und Tee!
puh,
jetzt bin ich auch außer atem allein vom lesen von hildes beitrag! ich hoffe doch, dass nicht jeder tag soviele einzelne arbeitspunkte sind.
neni, das ist viel auf und ab mit theo….da haben es wir ja richtig gut mit unserem “platzerl für katja” im wohnzimmer…..einmal pro woche bringen wir sie auch extra noch rauf in ihr zimmer zur physiotherapie mit radfahren 1,5 std. die zweite physiostunde hat katja in snoezelenräume, wo wir mit dem bus hinfahren (und dafür 2 stunden freiheit haben und essen oder auf einen kaffee in die schöne steyrer stadt gehen).
man stelle sich immer wieder vor, ob das, was wir da machen, jemand anderer genauso sorgfältig und liebevoll machen würde? jemand, der halt seine stunden erledigt als betreuer in einem heim?
NIEMALS!!
und das erkläre mal einem sozialarbeiter im amt!!
die juristin von der nö landesregierung meinte doch sogar glatt, dass ich ja eigentlich einen 40 std job machen könne, wenn mein kind tagsüber in einer einrichtung sei…….jaja, wir wissen schon, für einen beamten besteht die woche aus 40 stunden, wir zählen 168 stunden…..die ignoranz lässt grüssen!
mein mann und ich machen zu zweit, was offiziell woanders 5 personen machen!!
mir ist das sowieso ein rätsel, wie alleinerziehende mit schwerstbehinderten kindern das bewältigen.
mir hilft die “strategie”, dass ich nicht an die nächsten jahre, monate denke, sondern immer nur an das HEUTE!